Osteodensitometrie (Knochendichtemessung)

Die Osteoporose ist die häufigste metabolische Knochenerkrankung und spielt weltweit eine bedeutende Rolle als Ursache für Mortalität, Morbidität und Kosten im Gesundheitswesen. An dieser Erkrankung leidet nahezu die Hälfte der Bevölkerung beiderlei Geschlechts im Alter über 75 Jahren sowie ca. 30 – 50 % aller postmenopausalen Frauen. In der Jugend wird der Knochen aufgebaut und erreicht bereits mit 18 – 20 Jahren seine maximale Masse (peak bone mass). Im Alter zehrt man von der in der Jugend aufgebauten Knochenmasse. Die Verluste während der gesamten Lebenszeit können 30 – 40 % der maximalen Knochenmasse bei Frauen und 20 – 30 % bei Männern betragen.

Durch den Verlust der Knochenmasse über die geschlechts- und altersspezifische Norm hinaus kommt es zuerst zu Osteopenie, später zu Osteoporose. Dabei wird nicht nur die Masse, sondern auch die Qualität des Knochens vermindert. Die Osteoporose ist dadurch gekennzeichnet, dass die Knochen zu vermehrten Frakturen neigen. Die Schenkelhalsfraktur – als Folge der Osteoporose – ist eine der wichtigsten Invaliditätsursachen alter Menschen. Wirbelkörperfrakturen, häufige Ursache von Rückenschmerzen, Deformitäten, Größenverlust und Invalidität sind ebenfalls bedeutende Folgen der Knochenkrankheit.